Munich skyline and the alps in the background

Altstadt-Sights & Alpenblicke: Servus, München!

Die gute Nachricht zuerst: Zahlreiche der wichtigsten Münchner Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem auf einem Altstadtspaziergang entdecken – besonders für Erstbesucher ein wirklicher Vorteil. Die noch bessere Nachricht gleich im Anschluss: Wer morgens oder abends an der Mariensäule startet, kann sich mit etwas Glück einer der zahlreichen geführten Touren anschließen, die hier ihren Ausgangspunkt nehmen.

Der Marienplatz. Bild: iStock

Marienplatz

Der Marienplatz ist das Herzstück und historisches Zentrum der bayerischen Hauptstadt. Auf seiner Nordseite steht das neugotische Neue Rathaus, bekannt von zahlreichen Jubelpräsentationen der DFB-Meisterschale durch den FC Bayern vom Balkon aus. Auch das berühmte Glockenspiel ist ein echter Zuschauermagnet. Täglich um 11 und 17 Uhr drehen sich hier bunte Figuren zum historischen Geläut und zeigen Begebenheiten aus der Münchner Stadtgeschichte.

Schlendern & Shopping

Nach einer kurzen Stippvisite beim weltberühmten Delikatessengeschäft Dallmayr (wo es wirklich aussieht wie in der Fernsehwerbung) könnt ihr dem Kaufrausch in den exklusiven Geschäften in der Maximilian- und der Theatinerstraße erliegen oder die umliegenden Fußgängerzonen durchstreifen, wahrscheinlich auch nicht ohne Shoppingerfolg. 

Frauenkirche. Bild: iStock

Frauenkirche

Oder ihr schlendert weiter zur Frauenkirche. Die charakteristischen Zwillingstürme mit den Zwiebelhauben auf dem spätgotischen Backsteinbau sind wohl das bekannteste Münchner Wahrzeichen. Im Dom aus dem 15 Jahrhundert finden stehend bis zu 20.000 Menschen Platz.

Odeonsplatz

Von der Frauenkirche aus ist es nicht mehr weit bis zum Odeonsplatz, wo ein Hauch von dolce vita in der Luft liegt und München seinem Ruf als angeblich nördlichste Stadt Italiens alle Ehre macht. Nachts leuchtet es hier übrigens besonders schön.

Odeonsplatz mit Theatinerkirche und Feldherrenhalle (links). Bild: iStock

Das namensgebende Konzerthaus Odeon wurde im Krieg zerstört – dafür entschädigen zahlreiche weitere imposante Gebäude, die sich rund um den Platz gruppieren. Die klassizistische Feldherrnhalle ist ein Nachbau einer florentinischen Loggia, ihr großer Vorplatz heute ein beliebter Platz für Kulturevents oder zum Flanieren. Auf den großen Stufen, überwacht von mächtigen Marmorlöwen, finden sich Einheimische und Touristen ein – zum Ratschen, wie die Münchner sagen würden. Dabei immer im Blick: die sonnengelbe Theatinerkirche mit opulentem Barockinterieur im Inneren und die Residenz mit angrenzendem Hofgarten.

München von oben: Metropole mit Alpenblick

Skyline von München mit den Alpen. Bild: iStock

Im immerwährenden Ranking der deutschen Großstädte hat München ein eindeutiges As im Ärmel: die Alpen vor der Haustür. Um so besser, wenn es gelingt, diese auch bei einer Stadtbesichtigung im Blick zu behalten. Dabei gibt so manche Höhepunkte, die man nicht verschweigen sollte.

Alter Peter auf dem Marienplatz

Hier kann man den Turm der ältesten Pfarrkirche der Stadt besteigen, die eigentlich Peterskirche heißt. Nach ca. 300 Stufen ist ein hervorragender Blick über die Stadt – und bei gutem Wettern – bis in die Berge garantiert.

Café im Vorhoelzer auf dem Dach der TU München

Die Sonnenterrasse der Fakultät für Architektur an der TU München ist ein besonderer Ort, aber für Nicht-Studenten schon lange kein Geheimtipp mehr. Wer hier im studentischen Hin-und-Her zum richtigen Aufzug findet (im Foyer links und dann den Gang runter zu den Fahrstühlen), den erwartet im 5. Stock ein Rooftop-Café, das sich in Sachen Stadtpanorama den Rang kaum ablaufen lassen kann. Die Baristakünste sollten gewürdigt werden, aber ein opulentes Mahl zu erwarten, wäre hier allerdings etwas verfehlt.

Der Münchener Olympiapark. Bild: Gettyimages

Olympiapark

Wer will, kann natürlich auf das Dach des Olympiastadions klettern, ein adrenalin-geschwängertes Klettererlebnis unter Führung mit Einblicken in die Konstruktionsweise und Funktion der Zeltdach-Architektur des Stadiums. Oder auch auf den Olympiaturm fahren – immerhin 190 m hoch. Alternativ – und mit ausdrücklicher Empfehlung des Münchner Teams von Secret Escapes – kann man allerdings auch in Münchens höchstgelegenem Biergarten hier auf dem Olympia-Berg beste Biere, bayerische Schmankerl und einen exzellenten Ausblick genießen.

Hotel Deutsche Eiche

Nur unweit vom Viktualienmarkt entfernt, erwartet das Hotel Deutsche Eiche farbenfrohes Publikum. Auf der Dachterrasse (im Winter geschlossen) kann mit Spritz, Bieren und Cocktails – und natürlich auch Alkoholfreiem – angestoßen werden. Den atemberaubenden Panoramablick über die wichtigsten Sights der Stadt und die Alpen gibt es in hip-and-happening Umfeld hier quasi nebenbei. Die Deutsche Eiche ist eine Münchener Traditionsgaststätte nahe dem Glockenbachviertel und mittlerweile ein etablierter Treffpunkt der Kreativ- und LGBT-Szene.

Zur Deutschen Eiche. Bild: Zur Deutschen Eiche

Mhmmm: München schmeckt gut

Hofbräuhaus und Viktualienmarkt – ist München damit kulinarisch erschlossen? Mitnichten! Ein paar Insider-Tipps helfen im Dining-Dschungel bei der Frage, wo es sich in der bayerischen Hauptstadt am besten essen lässt.  Münchens beste Biergärten verdienen einen eigenen Eintrag, finden wir, und stellen sie euch an anderer Stelle vor.

Ein Weißwurst-Frühstück, anyone? Bild: Gettyimages

Nicht nur zum Oktoberfest: Das Weißwurstfrühstück

Nicht sonderlich opulent, nicht gesund und außerhalb Bayerns wohl schwerlich als Frühstück vermittelbar: Zwei Weißwürste mit süßem Senf begleitet von Brezn und einem Weißbier – das Weißwurstfrühstück ist eine Institution. Wer ganz klassisch in seinen München-Tag starten möchte, trifft hiermit die richtige Wahl. Ganz oben auf Weißwurstliste steht dabei die Gaststätte Großmarkthalle in Sendling, wo man beim Wallner (dem Wirt) in schlicht-schöner Atmosphäre mit Holzvertäfelung und Kannengewölbe Würste aus der hauseigenen Produktion verspeisen kann. 

Für die Stärkung zwischendurch: Viktualienmarkt & Schrannenhalle

Sightseeing macht hungrig. Daher ist es gut, sich unterwegs mit allerlei Leckerem für weitere Unternehmungen zu stärken. Hier bietet die Münchner Innenstadt zahlreiche Anlaufstellen für jeden Geschmack.

Am Viktualienmarkt, dem kulinarischen Zentrum der Stadt, kommt ihr dabei nicht vorbei und findet auf über 22.000 Quadratmetern mehr als genug Auswahl. Tipp: Schaut mal im kleinsten Biergarten Münchens vorbei, der im Wechsel von den großen Brauereien der Stadt betrieben wird. 

Am Viktualienmarkt in München. Bild: Gettyimages

Ganz in der Nähe befindet sich die imposante Schrannenhalle, ein Konstruktion aus Gusseisen mit großen Fenstern, wo die Feinkostkette Eataly, einem Marktkonzept folgend, jedem Gusto das Richtig bieten kann. Ciao, Ragazzi heißt es auch iin der Bar Centrale in der Nähe vom Hofbräuhaus, wo ein passioniertes Team mit ganz viel Amore Espresso, Cocktails und kleine Köstlichkeiten bereitet.

Das München-Team von Secret Escapes ist sich einig, dass es den besten Kaffee der Stadt in der Rösterei sweet spot gibt – inklusive Blick auf den “Alten Peter” und im Untergeschoss des Marienplatzes werden sich Schokoladenfans in der Chocolaterie Beluga im Paradies wähnen.

Der krönende Abschluss: Dining am Abend

Auch abends hat der Münchenbesucher die Qual der Wahl. Typisch bayrisch, Fine-Dining oder Lieblingslokal der Einheimischen?

Schneiders Bräuhaus. Bild: Schneiders Bräuhaus

Zünftig, urig, deftig und selten vegetarisch geht es hier zu: Im ehemaligen Weissen Bräuhaus (heute Schneiders Bräuhaus) im Tal wird schon seit 4 Generationen Münchens beliebteste Weißbiersorte gebraut. Im historischen Ambiente lasst ihr euch hier Schneiders Weisse zu Gerichten wie Bierkutschergulasch mit Semmelknödel oder Kronische Ochsenfetzen in Kren-Biersauce schmecken. Temperamentvolle Bedienung inklusive.

Auf Sterneniveau kann man im kleinen Restaurant Ebert (unbedingt reservieren) speisen. Dafür ist der Hausherr Alexander Ebert verantwortlich, der zuvor schon bei Käfer und im Tantris gekocht hat und nun am Regerplatz seine eigenen Gäste empfängt.

Französisches Savoir vivre und weltläufiges New-York-Flair wird im buffet Kull in der Innenstadt zelebriert. Bei eleganter Bistro-Cuisine mit amerikanischem Einschlag könnt ihr euch hier in stilvoller Atmosphäre ganz urban fühlen und anschließend den Abend bei ein paar Drinks ausklingen lassen, denn das buffet Kull ist ebenfalls eine Bar.