Die besten Strände Kroatiens

Mediterraner Glanz, der Charme eines alten Königreichs und atemberaubende Nationalparks sind nur einige der Dinge, die Kroatien zu bieten hat. Aber wäre Urlaub in Kroatien jemals vollständig ohne eine verdiente Strandauszeit? Egal, wohin es geht – ob Split, Zadar oder Dubrovnik – goldener Sand und glatte Kieselsteine sind eine ständige Konstante an der kilometerlangen Küste des südosteuropäischen Landes. Hier ist eine handverlesene Auswahl der besten Strandspots, dazu noch einige Tipps, um die Natur in diesem faszinierenden Land in vollen Zügen zu genießen.

Ein Adria-Strand mit Dubrovnik im Hintergrund. Bild: iStock/agustavop

Faszinierende Küsten, faszinierende Kultur: Dubrovnik

Unsere Top 5 beginnt im Süden, wo sich Dubrovniks Anziehungskraft in den letzten Jahren bestimmt verzehnfacht hat. Und nicht nur wegen der vielen Strände. Dubrovniks Rolle als King’s Landing in der HBO-Serie Game of Thrones führte Scharen von Westeros-Fans zur Treppe und Altstadt von Dubrovnik. Wenn ihr mit den Kopfsteingassen, die an Venedig erinnern, fertig seid, nehmt euch vor dem Ploče-Tor ein Taxi und fahrt Richtung Osten zum Sveti Jakov-Strand. Vorbei am gelegentlich überfüllten Strand von Bellevue geht es zu einer einsamen Bucht, die mit violetten Sonnenschirmen übersät ist. Hier vermischt sich weicher Sand mit glatten Kieselsteinen vor der Kulisse des sanft plätschernden Meeres.

Sveti Jakov ist der perfekte Ort für einen ruhigen Nachmittag in der Sonne, mit einer Bar, die kühle Getränke und Snacks bereitstellt. Die Altstadt ist noch in der Ferne sichtbar, und wenn sich abends die Sonne hinter die Stadt senkt, wird der Blick frei auf eine dramatische Skyline. Zurück in der Altstadt, kehrt im Taj Mahal ein (anders als erwartet gibt es hier herzhafte bosnische Küche mit mediterranem Flair). Das Restaurant liegt an einer verschlafenen Seitenstraße und bietet Sitzgelegenheiten im Freien.

Dubrovnik. Bild: iStock/WitR

Bei Spaziergang auf der Stadtmauern ist es schwer die Insel Lokrum zu übersehen, eine grüne Masse, die sich aus dem Meer hebt. Boote zwischen Insel und Festland verkehren häufig und Inselerkundungen sind in Kroatien definitiv ein Muss. Lokrums Strände sind familienfreundlich und fantastisch zum Baden. Passt dabei aber auf die Felsvorsprünge der Insel auf. Naturliebhaber finden einen botanischen Garten und eine Strecke namens Paradise Walk. Lasst euch vom Namen nicht täuschen – tagsüber kann es hier sehr heiß werden. Dafür entschädigt die Aussicht für den schweißtreibenden Aufstieg.

Wenn ruhige Buchten nichts für euch sind, dann ist der lebhafte Copacabana-Strand (Namensvetter des brasilianischen Strandes) eine verlockende Option. Nur sechs Kilometer nördlich von Dubrovnik bietet er mit seiner exklusiven Bar, Equinox, sowie luxuriösen balinesischen Liegestühlen, eine Atmosphäre zwischen chic und leger. Wenn der Luxus zu viel wird, könnt ihr per Kajak oder Jet-Ski mit einem Schwung eure Komfortzone verlassen.

Strand an der Adria. Bild: iStock/anshar73

Zum Sonnenbaden und Schwimmen: Split

Weiter nördlich liegt die Hafenstadt Split. Seine Strände konkurrieren mit den Bars und Restaurants im Diokletianpalast, der ältesten katholischen Kathedrale der Welt. Macht eine Tour durch das UNESCO-Weltkulturerbe und haltet am Tor vor der Statue von Grgur Ninskia. Wenn ihr ihren Zeh reibt, werdet ihr Glück haben.

Für die meisten ist der Strand von Split schon glückverheißend genug. Westlich der zentralen Promenade fährt der Bus zum zweitbesten Strand Splits, Kasjuni. Mit dem Marjan Hill im Hintergrund ist er gleichermaßen beliebt bei Einheimischen und Schwimmern. Sonnenschirme und Liegen können in der Joe’s Beach Lounge & Bar gemietet werden. Für diejenigen, die an ihrer Ganzkörperbräune arbeiten möchten, gibt es etwas weiter einen FKK-Bereich.

Hvar. Bild: iStock/mbbirdy

Nervenkitzel und Entspannung: Hvar und Brač

Splits Hafen ist bequem zur Erkundung der Inseln vor der dalmatinischen Küste. Hvar ist mit seiner mediterranen angehauchten Architektur ein beliebtes Ziel. Tagsüber ein Paradies wandelt er sich abends zur Partyhauptstadt. Mietet ein Boot und fährt durch das Archipel bis zum Strand von Carpe Diem. Tanzt in der Dämmerung zu tropischen Klängen und Cocktails, während der Sonnenuntergang den Himmel in Pink und Orange taucht. 

Etwas abenteuerlicher wird es in Brač. Mietet einen Quad oder Buggy und fahrt kreuz und quer über die felsige Insel, taucht in die Bucht von Lučice hinab und erkundet die Unterwasserhöhlen oder steigt hinauf auf die Klippen um Ložišća. Am Ende dann ein entspannter Spaziergang über den weichen Sandstrand von Zlatni Rat – auch bekannt als Goldenes Horn – der sich wie ein Finger zum Horizont erstreckt und immens populär ist. Povlja auf der anderen Seite der Insel ist eine ruhigere Alternative.

Zlatni Rat. Bild: iStock/mbbirdy

Zum Tauchen und Tanzen: Zadar

Immer weiter entlang der kroatischen Küste stoßen wir auf das skurrile Städtchen Zadar. Verspielt und bunt, ist Zadar bei jüngeren Besuchern beliebt. Besonders die Taucher haben hier zu tun, zum Beispiel vom Tauchzentrum Zlatna Luka zum Nationalpark Kornati aufbrechen. Erklimmt Unterwasserwände, bestaunt rote und pinke Korallen und erkundet ihr die Höhlen unter den 89 Inseln, aus denen der Park besteht.

Wieder überm Meeresspiegel erwartet euch eine Welt aus Bambus-Sonnenschirmen und einem scheinbar endlosem Sommer. Zwei Autostunden von Zadar entfernt ist der Blue Flag Strand Zrće, Party-Hotspot mit einer Reihe aufregender Aktivitäten außerhalb der Tanzflächen: Jet-Ski, Wake-Boarding und sogar Bungeejumping. Wenn die Sonne untergeht, tauscht dann euer Brett oder Seil gegen Sarong und Sangria und macht die Nacht zum Tag.

Krka-Wasserfälle. Bild: iStock/QQ7

Für Naturverbundene: Krka National Park

Wenn ihr besagte Strände irgendwann aber doch nicht mehr sehen mögt, folgt der Flussmündung von Šibenik bis hinauf nach Prokljansko Jezero in den Krka-Nationalpark, ein Naturschutzgebiet mit 74 Kilometern Länge und dem längsten Fluss Kroatiens. Hinter einem der fünf Haupteingänge erstrecken sich unzählige Landschaften und Lagunen in einer wahren botanischen Schatzkammer. Smaragdgrüne Wälder und azurblaue Teiche, Seen und Stauseen: ein Naturuniversum, wo ihr auf zahlreichen Wegen und Wanderwegen euer inneren Frieden finden könnt. Solltet ihr ermüden, mietet ein Fahrrad und erkundet den Nationalpark auf zwei Rädern.

Weiter stromaufwärts thronen fünf im Mittelalter errichtete Festungen sowie das Heiligtum des Klosters Krka, ideal für Meditation und Besinnung. Zündet in der Kapelle eine Kerze an oder steigt für einen Adrenalinkick hinab in die römischen Katakomben. Auch einen Besuch wert: die sieben zum Park gehörenden Wasserfälle, von denen Bilušića Buk am einfachsten zu erreichen ist. Sehr lohnenswert ist auch die Höhle Oziđana Pećina, in der Überreste einer neolithischen Siedlung gefunden wurden. Krka ist ein beliebter Ort für Naturliebhaber und eine gute Alternative zum größeren Nationalpark Plitvice, der zwei Stunden von der Hauptstadt Zagreb entfernt liegt. Es ist einer von Kroatiens Instagram-Orten, mit unwirklich blauem Wasser und der perfekten Kulisse für sonnenverwöhnte Selfies und Naturaufnahmen.