Von Insel zu Insel in der Karibik

Gibt es einen Ort, der so paradiesisch ist wie die Karibik? Die Handvoll Inseln und Buchten zwischen Florida und Venezuela ist gesegnet mit butterweichem Sand und glasklarem Wasser, voller gut gelaunter Einheimischer in einer entspannten Atmosphäre. Einige der gesündesten Riffe der Welt gedeihen hier, ganz zu schweigen von Hektar um Hektar an jungfräulichem Regenwald und all den versteckten Wasserfällen. In der Karibik könnt ihr nichts falsch machen. Was nicht heißen soll, dass sie eintönig wäre. Jenseits der Rumhütten – Rum ist fast karibisches Grundnahrungsmittel – bietet jede dieser Palmidyllen etwas absolut Einzigartiges. Folgende siebe Eilande dienen als Beweis.

Flamingos am Strand von Aruba. Bild: iStock
Alte Kolonialbauten in Oranjestad, Aruba. Bild: iStock

Aruba

Nördlich der venezolanischen Halbinsel Paraguaná liegt die niederländische ABC-Insel Aruba in all ihrer grünen Pracht. Wenn ihr nicht gerade dabei seid, die Kolonialbauten von Oranjestad und Fort Zoutman aus dem 18. Jahrhundert (ältesten Bauwerk der Insel) zu besichtigen, dann lasst euch von den Wanderwegen des Arikok-Nationalparks entführen. Der Park bedeckt fast 20% der Inselfläche. Seine lokale Flora und Fauna voller Kakteen und tropischer Pflanzen ist geschützt und die Landschaft reicht mit ihren Gipfeln, Höhlen und geologischen Stätten bis an die Küste Arubas.

Apropos Küste: Die kilometerlangen Sandstrände sind ohne Zweifel das berühmteste Merkmal der Insel. Übt euch im Süden oder Westen an Wassersportarten wie Schnorcheln oder Kitesurfen – oder streckt euch einfach im sonnenwarmen Sand aus. Übrigens: die rosa Flamingos auf den postkartenreifen Bildern von Aruba sind echt. Direkt vor der Südküste ist auf der privaten Renaissance-Insel die gesamte Artenvielfalt zuhause – die pinken Phantasievögel sind dabei.

Der Strand an der Saona Insel, Dominikanische Republik. Bild: Thinkstock
Farbenfrohe Häuser der Dominikanischen Republik. Bild: Thinkstock

Dominikanische Republik

Die Dominikanische Republik ist ein Allrounder. Die zweitgrößte Insel der Karibik ist mit vielerlei gesegnet. Regenwälder, Mangrovensümpfe, eine Wüste und wolkenverhangene Berge versetzen Besucher in eine andere Welt. Trotz ihrer Popularität ist die Dominikanische Republik groß genug, um die nötige Abgeschiedenheit zu bieten. Wenn ihr majestätischen Buckelwalen bei ihren Sprüngen zuschaut, löst die Sorge, dass euer tropischer Traum von zu vielen anderen Nirvana-Suchenden mitgeträumt wird, in Rauch auf.

Und die Unterkünfte? Falls ihr keine Fans von großen Hotelketten seid, dann aufgepasst. Eine Welle an chicen Hotels rollt soeben an einige der spannendsten Locations von DomRep (so wie die Kolonialzone von Santo Domingo) und hinterlässt auf ihrem Weg hochkarätige Boutique-Perlen. Ob mit Familie, mit abenteuer-hungrigen Freunden oder mit eurem Partner – die Hispaniola-Insel ist ein Hauptgewinn.

St Kitts und The Narrows. Bild: Thinkstock
Tropischer Garten und Plantage auf St. Kitts. Bild: Thinkstock

St. Kitts

Weiter Richtung Osten, vorbei an den Parties von Puerto Rico und den Segelbooten der Britischen Jungferninseln, legen wir an im kleinen, aber charakterstarken St. Kitts. St. Kitts ist die Hälfte der Doppel-Insel St. Kitts & Newis und dank der Kreuzfahrtschiffe, die Basseterre ansteuern, ist die Nation kein weißer Fleck auf der Landkarte. Trotzdem gelingt es ihr, ihren Charme beizubehalten. Die regionale Küche kommt mit westindischem Einschlag – falls dies nichts für euch ist dann sind die frischen Meeresfrüchte ein Muss. 

Die Insel verdankt ihre Existenz einem Vulkan (lange ruhend), ihre Strände reichen auf der Farbskala von rabenschwarz bis silberfarben. Die schönsten schlängeln sich von Basseterre hinunter an den Rand der südöstlichen Halbinsel, die fast eine Verbindung zum benachbarten Nevis schafft. Wenn ihr nicht an der ruhigen See schlendert, dann fahrt mit den örtlichen Soca-Minibussen zu den historischen Zuckerrohrplantagen, zerfallende Kolonialhäuser in einer bezaubernden Landschaft.

Die Pitons, St. Lucia. Bild: iStock
Bucht in St. Lucia. Bild: iStock

St. Lucia

Von den Gipfeln der Pitons im Westen zu ihren 20 geschützten Meeresgebieten, St. Lucias ist so surreal wie ästhetisch ansprechend. Ein wildes Farbspektakel und dennoch ein beruhigender Anblick – egal, ob ihr auf Regenwald-Pfaden wandert, die eine Bootsfahrt genießt oder euch in den weichen Sand fallen lasst.

Wenn ihr nach einem natürlichen Zufluchtsort sucht, besteigt den aktiven Vulkan Soufrière Hills und genießt den unendlichen Blick über grüne Plantagen. Nachtleben, Shopping und Strände zeichnen die Nordwestküste Rodney Bay aus.

Grande Anse, Grenada. Bild: Thinkstock
Spice Island Beach Resort, Grenada. Bild: Spice Island Beach Resort

Grenada

An der Schwanzspitze der Karibik strahlt die Gewürzinsel Grenada (nicht zu verwechseln mit dem spanischen Granada). Stilvoll, ohne aufgesetzt zu sein (keine riesigen Resorts hier), ist Grenada eine Welt voller Kokosnüsse und ruhiger Buchten, wo Gastfreundschaft wirklich im Vordergrund steht. Die Hauptstadt St. George ist eine der schönsten Städte des gesamten Archipels. Eine Sammlung farbenfroher alter Gebäude mit Blick auf eine friedliche Bucht, übersät mit Segelbooten. Sonnengebrannt und rustikal, ist das ein Ort, wo ihr ihr selbst sein könnt.

Der verlockendste Streifen Sand ist in Grand Anse in der Nähe von St. George und dem Flughafen. Von hier aus könnt ihr auch Tauchausflüge zu nahe gelegenen Riffen unternehmen und in warmen Gewässern schnorcheln. Klassischer Karibikurlaub.

Crane Beach, Barbados. Bild: iStock
Carlisle Bay in Barbados. Bild: iStock

Barbados

Sonnenschein satt, glitzerndes Meer, eine reiche britische Kolonialgeschichte und eine Fülle Attraktionen machen Barbados zu einem starken Anwärter auf den Karibik-Top-Spot. Nutzt die Gelegenheit zum Golfen, Schwimmen, Tauchen oder Essen. Abends steht euch eine lange Liste von Luxusunterkünften zur Auswahl, die mit Kolonialerbe und modernem Design punkten.

In der Inselhauptstadt Bridgetown promeniert ihr durch Straßen voller architektonischer Wunder, probiert Meeresfrüchte in Cafés am Wasser und erkundet nicht weniger als sechs Schiffswracks in der Carlisle Bay. Die Höhlen von Barbados begeistern jeden Entdecker. Anderswo verleihen die Andromeda-Gärten dem Konzept eines Botanischen Gartens eine außergewöhnliche Note.

Sonnenuntergang am Pigeon Point, Tobago. Bild: Thinkstock
Eine Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas) in der Karibik. Bild: Thinkstock

Tobago

Die kleinere der beiden Inseln der Republik Trinidad und Tobago ist nicht so überlaufen wie ihre Nachbarn. Tobago ist ein Eiland im Taschenformat. Zurückhaltend, exzentrisch, ungezähmt, entspannt. Der Höhepunkt eines Tobago-Jahres ist das Ziegenrennen – oder das Bootsrennen – beide am selben Tag, je nachdem, worauf ihr Lust habt. Der Höhepunkt der Woche ist die Sunday School – eine Straßenparty mit Dancehall-Musik, eine Schule des Tanzes sozusagen. Zu allen anderen Zeiten ist dieser Ort verschlafen. Aber wenn ihr wisst, wonach ihr sucht, findet ihr genug gute Lokale, wo die Getränke voller Angostura sind und die Stimmung stimmt (z.B. Jemma’s Seaview Kitchen, ein Baumhaus-Restaurant mit einer quirligen Atmosphäre).

Abgesehen von Kultur bietet die Insel 300 Quadratkilometer an dichtem Regenwald und Wasserfällen sowie eine lebhafte Unterwasserwelt, wo Mantas und Riesenschildkröten sich ‘Hallo’ sagen. Hakt diese ganzen körperlichen Anstrengungen in den ersten Tagen ab. Danach heißt es: der karibischen Kunst des Nichtstuns frönen.