Ein Guide zu Mallorcas verborgenen Schätzen


Mallorca ist das funkelnde Juwel der Balearen, das mit unwiderstehlichem klassischen Charme und kosmopolitischem Flair glänzt. Üppige UNESCO-Hügel, kristallklare Buchten, ländliche Weingüter und eine bunte Mischung aus Kulturen – das sind nur einige Highlights, die diese prächtige spanische Insel zu bieten hat.

Abseits der Menschenmassen findest du verborgene Schätze, die nur darauf warten, entdeckt zu werden: atemberaubende Bergpfade, Nationalparks, postkartenreife Dörfer und unberührte Strände. Unser Guide zeigt dir, wie du die weniger bekannten Schätze des „Stars des Mittelmeers“ entdeckst – bevor sie jeder kennt…

Mirador Es Colomer in der Nähe von Cap de Formentor, Mallorca, Balearen. Bild: iStock/Niklebedev51

Wo du Mallorcas ruhige Strände im Sommer findest

Im Hochsommer, besonders im August, wird es an den bekannten Stränden eng. Wer Ruhe sucht, muss die Resorts und Beachclubs hinter sich lassen und sich an die weniger entwickelten Küstenabschnitte im Osten wagen. Hier findest du versteckte Buchten bei Bergdörfern, doch absolute Stille gibt’s meist nur nach einer kurzen Wanderung. Vergiss Strandbars und Eisstände – pack dein Picknick ein und genieß die Natur.

Caló Des Màrmols

Am südlichen Zipfel Mallorcas liegt Caló Des Màrmols – ein abgeschiedener, traumhafter Strand, der selbst in der Hochsaison oft leer bleibt. Er ist nur per Boot oder über eine anspruchsvolle 5,5 Kilometer lange Wanderung erreichbar. Die Mühe lohnt sich: weicher weißer Sand, kristallklares Wasser und atemberaubende Ausblicke auf Klippen und Pinienwälder warten auf dich.

Cala Murta

Eine weitere traumhafte, versteckte Bucht ist Cala Murta auf der Formentor-Halbinsel im Nordosten. Nur 80 Meter lang und 20 Meter breit, punktet dieser Kiesstrand mit Ruhe, unberührter Landschaft aus Felsen und Pinien sowie türkisfarbenem Wasser – ideal zum Schnorcheln. Über einen 20- bis 25-minütigen Spaziergang durch den Wald gelangst du dorthin und triffst vielleicht auf wilde Ziegen und Esel. Lass bloß keine Snacks unbeaufsichtigt – die kleinen Räuber sind bekannt für freche Durchsuchungen.

Cala Varques

Eine der letzten unberührten Strände Mallorcas, Cala Varques, ist der perfekte Rückzugsort, wenn du Menschenmengen vermeiden willst. Nach einem 15- bis 30-minütigen Marsch über unwegsames Gelände erreichst du eine atemberaubende Bucht, eingerahmt von Pinien und tiefblauem Wasser – perfekt zum Schwimmen und Schnorcheln. Wie bei den meisten unerschlossenen Stränden gibt es keine Einrichtungen und keine Rettungsschwimmer, also bring alles Nötige selbst mit und halte dich vorsichtshalber aus der Tiefe, wenn du kein sicherer Schwimmer bist.

Cala de Moro, Mallorca, Balearen. Bild: iStock/pkazmierczak

Mallorca abseits der ausgetretenen Pfade

Die wahren Schätze Mallorcas liegen abseits der bekannten Touristenrouten. Wer die Insel wirklich kennenlernen möchte, sollte die versteckten Ecken erkunden: historische Stätten in den Bergen, ruhige Naturparks und atemberaubende Panoramastraßen – perfekte Orte, um den Menschenmassen zu entkommen und das echte Mallorca zu entdecken.

Torre del Verger, Gebirge Sierra de Tramuntana, Mallorca, Balearen. Bild: iStock/aldorado10

Sierra de Tramuntana

Die UNESCO-geschützte Sierra de Tramuntana zieht sich 90 Kilometer von Südwesten bis in den Norden. Wander-, Rad- und Autofahrten führen vorbei an alten Steinmauern, jahrhundertealten Olivenbäumen, spektakulären Aussichtspunkten und charmanten Dörfern. Highlights sind das 15. Jahrhundert alte Castell d’Alaró und das Pilgerziel Santuari de Lluc.

Mirador Es Colomer

Dieser Aussichtspunkt auf über 300 Metern Höhe zeigt Mallorcas raue Schönheit in voller Pracht. Vom Steinpfad hinunter zum Meer hast du freie Sicht auf Colomer, Alcudia und Puerto Pollensa. Weiter geht es auf der landschaftlich reizvollen Fahrt bis zum Ende der Halbinsel, wo das Cap de Formentor und sein Leuchtturm – der „Treffpunkt der Winde“ – auf dich warten.

Naturschutzpark Mondragó

Mit Landschaften von üppigen Bergen bis zu türkisfarbenem Wasser bietet dieser ökologische Schatz für jeden etwas. Du findest hier Wälder aus wilden Oliven- und Pinienbäumen, botanische Dünen mit Meerdisteln und Seerosen sowie raue Küstenklippen mit duftenden Sträuchern. Das Highlight ist die eindrucksvolle Bucht Cala Mondragó, bestehend aus den feinen Sandstränden und kristallklarem Wasser von S’Amarador und Sa Font de n’Alis.

Ländlicher Agrotourismus

Wer genug von klassischen Strandurlauben hat, sollte Mallorcas ländliche Seite entdecken. Übernachte auf Bauernhöfen, Landgütern oder Weingütern und lerne die lokale Produktion von Lebensmitteln und Wein aus nächster Nähe kennen – ein authentisches Inselerlebnis abseits der Touristen-Hotspots.

Mallorcas schönste unerforschte Dörfer

Für echten balearischen Charme lohnt sich ein Ausflug ins Inselinnere. Hier warten kleine Berg- und Landdörfer mit traditionellem Flair, fernab der überfüllten Resorts an der Küste.

Valldemossa

Valldemossa ist wie eine kleine Zeitreise. Das malerische Bergtal ist umgeben von Oliven-, Mandel- und Eichenbäumen. Schlendere durch kopfsteingepflasterte Gassen mit hellen Steinhäusern und genieße die kulturelle Atmosphäre und den bohemischen Charme.

Valldemossa, Mallorca, Balearen. Bild: iStock/Juergen Sack

Pollença

Diese alte ländliche Stadt am Fuße der Sierra de Tramuntana fesselt mit Geschichte, Charakter und gemütlicher Café-Kultur. Schlendere über die Placa Major der Altstadt, erklimme die 365 Calvari-Stufen und genieß den traumhaften Blick. Sehenswürdigkeiten wie Pont Romà, die Kirche Mare de Deu dels Angels aus dem 18. Jahrhundert und das Convent de Sant Domingo runden deinen Besuch ab.

Santanyí

Kreativität und Ruhe verleihen diesem Ort seinen besonderen Charme. Kunst spielt eine zentrale Rolle: Zahlreiche Galerien und Werkstätten säumen die honigfarbenen Gassen, und jedes Jahr von Mai bis September findet hier ein Musikfestival statt. Danach lohnt ein Ausflug zum malerischen Fischerhafen Cala Figuera und zur Festung Cala Llonga.

Typische spanische Meeresfrüchte und Paella. Bild: iStock/tbralnina

Wo Einheimische auf Mallorca essen

Die beste Art, Mallorca kennenzulernen, ist über das Essen. Abseits touristischer Hotspots findest du authentische Lokale, die Einheimische lieben.

Palma

Mallorcas kosmopolitische Hauptstadt hat eine florierende Gastronomieszene. Neben etablierten Lokalen sprießen innovative Konzepte aus dem Boden. Das Celler Sa Premsa serviert seit den 50ern traditionelle Spezialitäten in rustikalem Ambiente mit alten Weinfässern. Wer Michelin-Genuss und sorgfältig kuratierte Weinkarten sucht, findet dies bei Adrian Quetglas.

Binissalem

Mitten in Mallorcas Weinanbaugebiet liegt Binissalem. Probier die lokalen Weine im historischen Weingut Can Ribas und entdecke das ländliche Leben. Im September lockt das Festa des Vermar, Binissalems jährliches Weinfest. In Alaró erwarten dich das rustikale Es Verger und sein berühmtes Lamm – laut Rick Stein das beste, das er je gegessen hat.

Deià

Deià ist ländlich, ruhig und künstlerisch geprägt – ein Lieblingsort der Kreativen. Direkt an der Felsküste von Cala Deia liegt Ca’s Patro March mit frisch gefangenem Fisch. Ein weiteres Highlight ist Sa Foradada, wo klassische Paella vor spektakulärer Kulisse serviert wird. Anfahrt nur zu Fuß oder per Boot.

Nord- vs. Südmallorca: Was ist besser für Paare?

Für Paare, die Ruhe und dramatische Landschaften suchen, gilt der Norden/Nordwesten als ideal. Serra de Tramuntana, Wanderungen und romantische Boutique-Hotels in Deià oder Valldemossa stehen hier im Mittelpunkt. Der Süden/Südwesten eignet sich eher für Paare, die Nähe zu Palma, lebendige Nachtleben und belebte Strandorte wie Santa Ponsa bevorzugen.

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