Mitten im türkisblauen Indischen Ozean verstreut liegen die Malediven – genau so, wie man sie sich in einer klassischen Insel-Aussteigerfantasie vorstellt. Die 26 ringförmigen Atolle bestehen aus über 1.000 Koralleninseln, von denen jedoch nur rund 200 bewohnt sind. Das Ergebnis: ein wunderbar abgelegenes Inselidyll.
Zahlreiche Honeymooner reisen hierher, um ein oder zwei Wochen auf puderweißem Sand zu verbringen und verträumt in den Sonnenuntergang zu schauen (zugegeben: völlig zu Recht). Doch ein Urlaub auf den Malediven kann deutlich mehr als bloßes Nichtstun. Langeweile? Fehlanzeige. Selbst abenteuerlustige Reisende finden hier genug Möglichkeiten, um aktiv zu werden – ganz ohne Lagerkoller.

Aktiv oder entspannt? Die richtige Resort-Wahl auf den Malediven
Du musst dein Resort kaum verlassen, um auf den Malediven etwas zu erleben: Viele Hotels bieten direkt vor Ort oder in unmittelbarer Nähe eine ganze Palette an Aktivitäten. Ob aktiv oder entspannt, hängt oft vom Atoll ab. Resorts in der Nähe von Malé punkten meist mit Wassersport und Tauchspots, weiter entfernte Inseln setzen stärker auf Wellness, Ruhe und Rückzug.

Aktive, abenteuerorientierte Resorts liegen häufig auf größeren Inseln und bieten Wassersport, Tauchen und Ausflüge aller Art. Von Flyboarding über Kitesurfen bis hin zu Schnorchel- und Angelausflügen ist alles dabei. Reethi Faru im Raa-Atoll und Constance Moofushi im Süd-Ari-Atoll sind ideal, wenn du Action und Wassersport liebst.

Ruhige, entschleunigte Resorts findest du dagegen oft auf kleineren Inseln. Sie bieten ein privates, intimes Ambiente, sind meist adults-only und perfekt für Paare oder Hochzeitsreisende. Spa-Anwendungen wie Massagen oder Schlammbäder sowie Yoga- und Meditationsangebote helfen beim Abschalten. Anantara Veli ist wie gemacht für diese Art von Aufenthalt – mit Overwater-Bungalows, die direkt aus einem Instagram-Traum stammen könnten.
Wasseraktivitäten: Tauchen, Schnorcheln und Aktivitäten über Wasser
Tauchen auf den Malediven
Seit 2010 ist das Fischen von Haien auf den Malediven verboten – das Land ist offiziell ein Haischutzgebiet. Wer mutig genug ist, begegnet den beeindruckenden Meeresbewohnern am besten beim Tauchen. An den zahlreichen Tauchplätzen rund um die Inseln kannst du Walhaie (die größten Fische der Welt), Hammerhaie und Graue Riffhaie das ganze Jahr über beobachten.

Dank tropischem Klima, hervorragender Sicht unter Wasser und konstanten Wassertemperaturen zwischen 26 und 30 °C bieten die Malediven erstklassige Tauchbedingungen. Zertifizierte Taucher können sich in Unterwasserfotografie, Drift- oder Wracktauchen weiterbilden. Anfänger sind in den vielen zertifizierten Tauchschulen bestens aufgehoben. Dich erwarten Höhlen, Überhänge, korallenreiche Durchgänge und Begegnungen mit Mantarochen, Thunfischen und Barrakudas.
Ein Großteil der Schönheit der Malediven verbirgt sich unter der Wasseroberfläche: bunte Korallenriffe und ihre schillernden Bewohner. Da die Region eine wichtige Durchgangszone für Meeresarten ist, triffst du auf eine enorme Vielfalt – von gestreiften Rotfeuerfischen über Einhornfische bis hin zu neonfarbenen Papageienfischen und natürlich Clownfischen. Schon beim entspannten Schnorcheln bekommst du einen Eindruck davon. Wer lieber trocken bleibt, kann mit dem Whale Submarine (ab Malé) in die Welt der Riffe eintauchen. Für Luxusliebhaber gibt es sogar ein Unterwasserrestaurant im Conrad Maldives Rangali Island und ein Unterwasser-Spa im Per Aquum Huvafen Fushi.

Wann ist die beste Zeit zum Tauchen auf den Malediven?
Die beste Tauchzeit ist während der Trockenzeit von Dezember bis April. Klare Himmel und ruhige See sorgen für optimale Bedingungen, um Riffe, Haie, Schildkröten und andere Hochseefische zu entdecken. Möchtest du hingegen besonders große Meeresbewohner wie Walhaie oder Mantarochen sehen, lohnt sich die Monsunzeit von Mai bis Oktober – auch wenn das Wetter dann rauer und das Meer etwas unruhiger ist.
Aktivitäten über Wasser
Auch über Wasser geht es auf den Malediven alles andere als langweilig zu. Die traditionellen Dhoni-Segelboote gehören zu den ältesten Wasserfahrzeugen der Region und werden sowohl für Ausflüge als auch als Wassertaxis zwischen den Atollen genutzt. Angelausflüge sind ein echter (Wortspiel-Alarm) Fang – von Hochseeangeln bis Nachtfischen.

Beim traditionellen Leinen- und Stangenfischen (Netzfischen ist verboten) verbringst du einen entspannten Nachmittag, der nicht selten in einem Barbecue auf einer unbewohnten Insel endet – frischer geht’s kaum. Dazu kommen Wal- und Delfinbeobachtungen sowie zahlreiche Wassersportarten wie Kanufahren, Wasserski, Katamaransegeln, Jetski oder Surfen (die Malediven waren sogar Austragungsort der Asiatischen Surfmeisterschaften). Die meisten Resorts organisieren das gern für dich.

Die besten Wellness-Retreats auf den Malediven
Die Malediven stehen wie kaum ein anderes Reiseziel für absolute Ruhe und Entschleunigung. Kein Wunder also, dass viele Resorts beeindruckende Spas und umfassende Wellnessangebote bieten.
Für Behandlungen zahlst du in Drei-Sterne-Resorts etwa 50 Pence pro Minute, in luxuriöseren Häusern rund ein Pfund pro Minute. Verarbeitet werden häufig exotische Zutaten wie Papaya, Kokosnuss, Orangenblüte oder Meersalz. Yoga am Lagunenrand und Meditation bei Sonnenuntergang machen das Abschalten besonders leicht – Alltag adé.
Die Highlights der maledivischen Küche
Dank ihrer einzigartigen Lage können die Malediven kulinarisch aus dem Vollen schöpfen – und das oft in spektakulären Settings, von Überwasser-Restaurants bis zum ersten Unterwasserrestaurant der Welt.
Die Küche verbindet Einflüsse aus Indien, Malaysia und Europa mit dem Besten aus dem Indischen Ozean. Thunfisch, Skipjack, Mahi-Mahi und Little Tunny (lokal „Latti“) landen hier frischer auf dem Teller, als man es sich wünschen kann.
Zum Frühstück solltest du Mashuni probieren – geräucherter, zerkleinerter Fisch mit Kokosraspeln und Zwiebeln. Abends wartet Fihunu Mas: gegrillter Fisch mit Chili-Marinade. Mit etwas Glück gastiert sogar das SAVOUR-Festival aus Singapur auf den Malediven – inklusive Michelin-Sterneköchen und exklusiven Tasting-Menüs.
Abseits des Resorts: Malé und die lokale Kultur entdecken
Malé zählt zu den kleinsten Hauptstädten der Welt – und ist gerade deshalb spannend. Hier findest du die älteste Moschee des Landes, die Old Friday Mosque aus Korallenstein von 1656, sowie die moderne Grand Friday Mosque mit goldener Kuppel.

Das Nationalmuseum gibt Einblicke in die Geschichte der Inseln, während die National Art Gallery zeitgenössische maledivische Kunst zeigt. Ein Besuch auf den Fisch- und Lebensmittelmärkten lohnt sich ebenfalls – egal, ob du einkaufen oder einfach nur schauen möchtest. Souvenirs findest du in der Orchid Magu oder der Chaandhanee Magu mit ihren vielen kleinen Shops.
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