Neben Whisky und Dudelsackmusik ist Edinburgh vor allem für seine charmante Altstadt und lebendige Kunstszene bekannt. Zwischen den gotischen Türmen, den gepflasterten Gassen und dem erloschenen Vulkan, der die Skyline der Hauptstadt Schottlands prägt, fühlt sich Edinburgh fast an wie eine Filmkulisse.
Mit unserem 48-Stunden-Reiseführer zeigen wir dir die schönsten Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps für deine Auszeit in Edinburgh – ob fürs International Festival, einen romantischen Kurzurlaub oder einen Wochenendausflug.
Reicht ein Wochenende für Edinburgh?
Auch wenn 48 Stunden zwar nicht ganz ausreichen, um jeden Winkel dieser bezaubernden Stadt zu erkunden, kannst du an einem Wochenende zumindest die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sehen und dir einen ersten Eindruck von Edinburgh verschaffen. Außerdem lässt sich die Stadt wunderbar zu Fuß erkunden, sodass du während deiner Zeit dort kaum Zeit im Bus oder im Taxi verbringen musst.
In welchem Stadtteil von Edinburgh kann man am besten übernachten?
Für Erstbesuchende bietet sich eine Unterkunft in der Nähe der Altstadt (Old Town) an, aber auch von der Neustadt (New Town) aus kommst du bequem zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Edinburgh. Wer sich für Geschichte interessiert, ist in der Royal Mile, dem Zentrum der Altstadt, bestens aufgehoben, auch wenn es hier recht voll werden kann. In der Neustadt findest du top erhaltene Gebäude im gregorianischen Stil, edle Geschäfte und Restaurants mit gehobenem Flair – perfekt für einen romantischen Städtetrip. Wenn du es lieber etwas ruhiger und unkonventioneller magst, sagt dir das Viertel Stockbridge bestimmt zu, das für seine kleinen Boutiquen und den Sonntagsmarkt bekannt ist. Leith begeistert Foodies mit seinen Michelin-Sterne-Restaurants.
Reiseführer: 48 Stunden in Edinburgh
Samstag
Vormittag: Old Town, Edinburgh Castle und Royal Mile
Beginne dein 48-Stunden-Abenteuer im Herzen der Stadt am Edinburgh Castle. Am besten bist du schon recht früh dort, um den Warteschlangen zuvorzukommen. Im Schloss erkundest du die vielen historischen Säle sowie die schottischen Kronjuwelen und genießt den beeindruckenden Panoramablick auf die Stadt. Danach geht’s zur Royal Mile, wo es jede Menge mittelalterliche Architektur, bunte Tartan-Läden und die St. Giles’ Cathedral zu erkunden gibt. Lass die Touristenfallen links liegen und folge stattdessen den schmalen Gassen (wie der Lady Stair’s Close), um zu den versteckten Innenhöfen zu gelangen, die noch genauso aussehen wie im 18. Jahrhundert.
Nachmittag: Mittagessen und Bootsfahrt
Lass dir in einem der vielen authentischen Cafés in Edinburgh ein leckeres Mittagessen schmecken, um dich für das Hauptprogramm am Nachmittag zu stärken. Einzigartige Kaffeespezialitäten gibt’s im Fortitude Coffee, und das Lowdown Coffee wird vor allem für sein minimalistisches Ambiente gefeiert. Im 181 Delicatessen solltest du unbedingt ein traditionelles Scotch Egg probieren. Nach dem Mittagessen fährst du mit dem Bus oder Zug nach South Queensferry, wo deine Three-Bridges-Bootsfahrt startet. Während der 90-minütigen Fahrt wirst du mit atemberaubenden Ausblicken auf das von der UNESCO anerkannte Trio technischer Meisterwerke belohnt: die Forth Bridge, die Forth Road Bridge und die Queensferry Crossing. Außerdem kannst du mit etwas Glück einheimische Wildtiere wie Robben oder Papageientaucher beobachten.
Abend: Das Nachtleben von Edinburgh
Sobald es dunkel wird, lernst du eine ganz andere Seite von Edinburgh kennen. Beginne deinen Abend in einer Weinbar in der Neustadt – zum Beispiel im Pickles, wo es neben erlesenen Weinen auch leckere Wurstspezialitäten gibt. Oder gönn dir im traditionellen Whisky-Pub World’s End in der Altstadt einen kräftigen Schluck. Lust auf einen romantischen Abend mit deiner besseren Hälfte? Dann schau doch mal bei Panda & Son vorbei – einer sogenannten Speakeasy, die sich hinter der Fassade eines alten Friseursalons verbirgt.
Später machst du es dir in einer Gin-Bar (beispielsweise im Heads & Tales unterhalb des Rutland Hotels) gemütlich. Hier kannst du sogar dabei zusehen, wie dein Lieblingsgin destilliert wird. Wenn du während der Festivalsaison im August in der Stadt bist, reicht es, durch die belebten Straßen zu schlendern und eine Comedy-Show oder ein Live-Konzert zu besuchen.
Sonntag
Vormittag: Frühstück im Edinburgh Larder und Museumsrundgang
Starte deinen Sonntag mit einem herzhaften Frühstück im Edinburgh Larder, dem wohl besten Brunch-Lokal der Stadt, das vor allem für seine nachhaltige Speisekarte bekannt ist. Danach erwartet dich ein großes Angebot an Museen – die meisten davon sind sogar kostenlos. Für Kunstfans empfehlen wir die National Gallery of Scotland und für alle, die sich für Geschichte, Naturwissenschaften oder Technik interessieren, das National Museum of Scotland. Geheimtipp: Auf der Dachterrasse des National Museum of Scotland hast du einen 360-Grad-Blick auf die City-Skyline.
Nachmittag: Mittagessen und Shopping in Stockbridge
Heute Nachmittag geht’s in das charmante Viertel Stockbridge. Zum Mittagessen bietet sich das Raeburn an, ein wunderschön restauriertes Hotel mit Bar und Restaurant, oder gönn dir ein Picknick vom berühmten Käsehändler I.J. Mellis. Nimm dir nach dem Essen etwas Zeit, um durch die kleinen Boutiquen und Secondhand-Läden im Raeburn Place und in der Deanhaugh Street zu stöbern oder spaziere gemütlich durch die malerische Circus Lane.
Abend: Sonnenuntergang am Calton Hill
Am späten Nachmittag machst du dich auf den Weg zum Calton Hill. Von hier aus erlebst du einen der schönsten Sonnenuntergänge der Stadt. An diesem UNESCO-Weltkulturerbe findest du gleich mehrere Denkmäler, darunter das National Monument (oft als Edinburghs Schandfleck bezeichnet) sowie das Nelson Monument. Wenn die Sonne hinter dem Dugald Stewart Monument untergeht, kommen die funkelnden Lichter der Princes Street zum Vorschein – der krönende Abschluss deiner Edinburgh-Reise.
Das geheime Edinburgh
Edinburgh belohnt Entdecker und Entdeckerinnen abseits der Touristenpfade. Hinter der berühmten Royal Mile und der prachtvollen New Town verstecken sich nämlich charmante, weniger touristische Perlen – wie zum Beispiel geheimnisvolle Gärten, stimmungsvolle Pubs und historische Sehenswürdigkeiten, die nicht jeder kennt.
Wir empfehlen zum Beispiel das friedliche Dean Village, ein ehemaliges Mühlenviertel am Ufer des Water of Leith, oder den bezaubernden Dunbar’s Close Garden, eine gepflegte Gartenanlage in einem Hinterhof der Altstadt. Bist du auf der Suche nach einem authentischen Pub? Dann schau mal im Sheep Heid Inn in Duddingston vorbei, einem der ältesten Pubs in Schottland.
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