Sevilla, die südlichste Stadt Spaniens und Hauptstadt Andalusiens, ist der Inbegriff des entspannten Stadtlebens. Damit ist es der perfekte Ort für einen erholsamen Kurzurlaub. Sevillas lange Geschichte ist, gelinde gesagt, turbulent, mit einer Vielzahl von Eroberungen, Kriegen und sogar einer Pest. Seine Vergangenheit ist genauso bunt wie seine Gegenwart. Mit jedem Jahrhundert und Herrschaftswechsel haben sich die Landschaft und die Kulisse Sevillas verändert und weiterentwickelt, was eine verschmolzene Identität schuf, die ihresgleichen sucht und die wir glücklicherweise bewundern und bestaunen können, während wir uns mit köstlichen, herzhaften Tapas verwöhnen lassen.
Sevilla ist eine farbenfrohe, lebendige Stadt, die ebenso modern wie historisch ist und eine berauschende Mischung aus Kultur, Kunst und Kulinarik bietet. Hier sind einige der Dinge, die ihr auf eurer To-Do-Liste für einen Urlaub in Sevilla haben solltet.

Plaza de España
Die Plaza de España am Ende des María-Luisa-Parks ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Sevilla. Ein Wasserweg im Grabenstil umgibt das beeindruckende Regierungsgebäude, das sich um einen zentralen Brunnen windet. Auf diesem kleinen Gewässer könnt ihr sogar eine kurze Fahrt mit einem Ruderboot unternehmen. Ein Spaziergang durch das beeindruckende Gelände des Parks ist ein absolutes Muss.

Der Metropol Parasol. Bild: Pixabay/
Der Metropol Parasol
Der Metropol Sonnenschirm ist die größte Holzkonstruktion der Welt. Das Bauwerk, das bei den Locals als Las Setas (spanisch für „Pilze“) bekannt ist, wurde von dem deutschen Architekten Jürgen Mayer entworfen. Nehmt euch Zeit, das Ausmaß dieser technischen Meisterleistung zu bewundern, während ihr über die schwebenden Gehwege schlendert und die mediterrane Sonne genießt, deren Schatten auf euch fallen.

Der Alcázar Palast und Gärten
Es ist schwer zu entscheiden, was beeindruckender ist: der Alcázar-Palast selbst oder seine prächtige königliche Gärten. Erbaut im frühen Mittelalter mit jahrhundertelangen An- und Umbauten, ist fast jede Wand des Palastes ein Spektakel für die Augen. Millionen von bunten Mosaikfliesen schmücken die Räume vom Boden bis zur Decke und ihr werdet Spaß daran haben, die kleinen versteckten Schlupflöcher und Nischen zu entdecken. Ein Spaziergang durch den Garten ist friedlich und ruhig – hier solltet ihr euch nicht zu wenig Zeit nehmen, denn es wird einer der schönsten Nachmittage sein, die ihr in Sevilla verbringen wirst.

Kathedrale von Sevilla
Diese beeindruckende Kathedrale im Herzen von Sevilla ist die letzte Ruhestätte des unerschrockenen Entdeckers Christoph Kolumbus. Wie viele der berühmten Gebäude Sevillas ist auch die Kathedrale eine Mischung aus architektonischen Stilen, die erhabene Elemente der Gotik, der Renaissance und des Barock unter einen Hut bringt. Gegen eine geringe Gebühr könnt ihr den Giralda-Turm erklimmen, um mit einem beeindruckenden Blick auf die Stadt belohnt zu werden – von hier aus erhaltet ihr auch einen spektakulären Panoramablick auf den Alcázar-Palast. Einen Großteil eurer Zeit in Sevilla verbringt ihr damit, die Mischung aus maurischer, gotischer und barocker Architektur zu bestaunen.

Flamenco-Show
„In dieser Stadt habt ihr die Qual der Wahl zwischen High-End-Flamenco-Shows, aber wenn ihr nach einem authentischen Erlebnis ohne viel Schnickschnack sucht, dann ist ‚La Carbonería‘ genau das Richtige für euch. Diese abgelegene alte Lagerhaus-Bar ist jeden Abend voll mit Reisenden, die den echten Flamenco erleben wollen. Frauen und Männer tanzen zu Livemusik, demonstrieren dramatische Bewegungen und stampfen selbstbewusst auf Holzbretter. Fotografieren ist verboten, also abschalten und einfach schaukeln.

Rooftop Bar für Sonnenuntergangs-Cocktails
Bei Temperaturen, die regelmäßig über 40 Grad steigen, ist es ein kluger Schachzug, jeden Schatten zu nutzen, wenn man durch die gepflasterten Straßen Sevillas schlendert. Lehnt euch mit den alten Hasen in einer der lokalen Bars zurück und trinkt einen eiskalten, frisch gepressten Orangensaft – eines der berühmtesten Exportgüter Sevillas. Wenn die Sonne untergeht, könnt ihr eure Dosis Vitamin C gegen etwas Stärkeres eintauschen und bei einem erfrischenden Cocktail in einer der vielen Rooftop-Bars verweilen. Ein besonderes Vergnügen ist die La Terazza de EME Bar auf dem Dach des EME Boutique-Hotels, nur ein paar Schritte von der Kathedrale entfernt, wo ihr euer Lieblingsgetränk genießen könnt, während sich vor euch ein Panoramablick auf die Stadt entfaltet.

Tapas
Keine Reise nach Sevilla (oder Spanien im Allgemeinen) wäre vollständig, ohne in einem der vielen Lokale Tapas zu essen, die von Locals besucht werden, die einen langen und entspannten Lunch genießen. Zu den Top-Gerichten, die Sevillas Tapas-Menüs schmücken, gehören Kabeljau, geschmorte Ochsenbacke, Padron-Paprika, Jamón und Oktopus; Achtet jedoch darauf, die Kreidetafeln vor jedem Restaurant für die Tagesgerichte zu überprüfen. Spült sie mit einer eiskalten Cerveza oder einem Glas köstlichem hausgemachten spanischen Rotwein herunter. Schlendert die Calle Mateos Gago entlang und wählt einen der zahlreichen Lokale in der Gegend. Falls ihr zu später Stunde noch etwas trinken wollt, geht die Straße hinunter und ihr werdet von den Menschenmassen begrüßt, die von der örtlichen Tavernen-Bar „La Fresquita“ auf den Bürgersteig strömen. Weitere angesagte Adressen für authentische lokale Tapas sind die „Bar Alfafa“ und die „Bodega Santa Cruz Las Columnas“.


